Übersichtskarte

Kurzes Update - Zurueck in der Welt des Internets

Freitag, 08.02.2013

Hier ein kurzes Update und die Eintraege folgen die naechsten Tage........

Ich lebte von 29.12.2012 bis 06.02.2013 bei einer Kubaischen Familie ohne jeglichen Kommunikation zur Aussenwelt. Weder Internet noch Telefon waren angesagt und ich habe die Zeit sehr genossen. Mir kann es nicht besser gehen und Ich bin sehr gut erholt. Seit gestern, 07.02.2013 befinde ich mich in Kolumbien. Genauer gesagt in Barranquilla beim Karneval. 

Hoffe euch gehts allen gut und ab demnaest erscheinen hier wieder aktuelle Beitrage....

Viele Gruesse aus dem tropischen Kolumbien

Tino

Die Reise geht los - Alles klar für die Atlantiküberquerung

Montag, 19.11.2012

Der Tag der Abreise um erst mal „Goodbye Germany“ zu sagen ist gekommen. Die letzten Tage, Wochen hatten es richtig in sich und es war nochmal richtig Stress und Arbeit angesagt. Leider konnte ich nicht mehr alle Verabschiedungen aufgrund des Umzuges nach Kronach / Tschirn und Wohnungsauflösung in München wahrnehmen und auch eine anfangs angedachte Verabschiedungsparty in München kam zu kurz. Die Welt ist aber sehr klein und ich bin mir sicher eines Tages wieder in München zu Gast zu sein. Ob als fester Wohnsitz oder Heimurlaub das wird sich in den nächsten Monaten / Jahren zeigen. Verabschieden konnte ich mich nochmals von Jochen und seiner Familie die ich aus früheren Bundeswehrtagen aus Stuttgart kannte und der Kontakt wieder hergestellt wurde, Unki, Carsten und Knolli, sowie meine Freunde aus Goslar und Hamburg die auch zwei Wochen zuvor zur Wies’n für ein paar Tage zu Gast in München waren. Ein paar unvergessliche Tage die wir verbrachten werden lange in Erinnerung bleiben. Man merke dann doch das die Uhren in Bayern etwas anders drehen ;-)

Bei meinem letzten Bundesligaspiel der Bayern in Hamburg spielte auch der DFB mit und terminierte die Partie Hamburger SV – FC Bayern als Samstag Abendspiel genau auf das  Wochenende an dem ich sowieso plante in Hamburg zu Besuch zu sein. So war es für mich u.a. mit dem FC Bayern Sieg ein rundum sehr schönes und gelungenes Abschiedswochenende. Wenn auch die paar HSV’ler unter uns etwas in der Nordkurve leiden mussten ;-) Auf der anderen Seite war es mal sehr interessant die eigene Mannschaft aus anderer Perspektive zu sehen. Der Drang in die eigene Kurve zu wechseln setzte sich jedoch recht schnell durch sodass David und ich die letzte halbe Stunden im Herzen des Südens verbrachten und den Sieg ausgiebig feiern konnten. Dieser und die weiteren Tage in Hamburg, aber auch die gastfreundliche Beherbergung von Kai oder im Allgemeinen die ganze Truppe mit David, Pierre, Steffen und Julius bescherten mir ein unvergessliches Wochenende in alter Hamburger Tradition. Ich möchte speziell Pierre nochmal an die letzten frühen Morgenstunden am Fischmarkt erinnern. Ein großer Dank deshalb nochmals an euch Jungs. Ich habe mich sehr über den Kompass gefreut der mich auf der Reise immer begleiten wird. Denn sollte mal die Technik versagen werde ich froh sein ihn zum Navigieren nutzen zu können.

Die letzten Tage verbrachte ich gemütlich zu Hause bei der Familie und ich konnte nochmal alle Familienmitglieder und Verwandte besuchen um mich zu verabschieden. Die restliche Zeit ging dann auch mit packen recht schnell vorbei sodass die Zeit doch ziemlich knapp wurde zumal ich genausten überlegen musste wie ich das Gepäck mit dem Billigflieger Ryanair verstaute. Denn wer diese Fluggesellschafft genau kennt der weiß wo sich die versteckten Kosten durch Übergepäck, Werbung, nicht ausgedruckter Bordingcard etc. befinden. Letztendlich lag der reine Flug zwar nur bei knappen 80 €, die Zusatzkosten für aufgegebenes Gepäck von zwei Gepäckstücken mit 1x 20 kg und 1x 15 kg plus ein Freihandgepäck von 10 kg jedoch nochmals bei 60 € sodass der One-Way-Flug von Frankfurt-Hahn nach Teneriffa-Süd bei 140 €. Allerdings war dies immer noch im Vergleich zu anderen Gesellschaften und der Distanz ein günstiger Flugpreis. Es war nur genau darauf zu achten wie und wo man welche Gepäckstücke verstaut da z.B. der Laptop oder die Taucheruhr nicht im aufgegeben Gepäck verstaut werden durfte was ich auch erst nachdem ich alles verpackt hatte per E-Mail von Ryanair erfuhr. So hieß es nochmal 24 Stunden vorher alles umpacken um Ryanair konform fliegen zu können um nicht von weiteren Kosten die ab 40,00 € aufwärts lagen aus einem Billigflug einen Normalflug machen ließen. Sonst hätte ich auch eine der Standard Airlines wie Lufthansa buchen und hätte mir das Hickhack mit dem Gepäck sowie die Anreise nach Hahn ersparen können. Letztendlich hatte alles seinen richtigen Platz. Mit Erschrecken stellte ich dennoch fest das jeder der kleinesten Gegenstände die mir wichtig waren in Summe doch recht schwer wurden. So musste ich auf ein Mitbringsel wie einem Augustiner Bier für die Reise oder auch einigen Büchern verzichten. Gerade die ganzen Segel- und Spanischbücher machten einen großen Teil des Gewichtes. Mit einem Gesamtgewicht von 45 kg der Gepäckstücke, plus einer dicken Segeljacke ebenfalls mit ein paar Gegenständen bestückt, war ich bestens ausgerüstet. Ich stellte mir aber da schon die Frage wie ich das ganze Gepäck alles nach Australien transportieren möchte.

Am Dienstag war es dann soweit und gegen 05:30 klingelte der Wecker. Die letzte Nacht auf deutschen Boden war verbracht. In der Küche angekommen stand bereits eine leckere Tasse „Guten Morgen Kaffee“ auf dem Tisch und so langsam war auch etwas Aufregung zu spüren. Meine Mutter und ihr Freund Manfred begleiteten mich dann auch auf den letzten Kilometern nach Frankfurt-Hahn, naja eher gesagt Hahn, denn der Airport lag nochmal gut eine Stunde Autofahrt entfernt von Frankfurt. Die Autofahrt verlief jedoch stress- und staufrei sodass wir pünktlich gegen 11:00 den kleinen Airport erreichten. Beim Check-In Schalter angekommen standen bereits die Ryanair typischen Waagen und Ständer fürs Hackgepäck bereit um vor Abflug nochmal gegen Gebühr sein Gepäck checken zu könne ob es überhaupt die Richtlinien der Gesellschaft erfülle. Nur gut das ich einen Ryanair-Handgepäck-Konformen Koffer hatte der genau den Maßen entsprach. Als ich jedoch eines der aufzugeben Gepäckstücke wog, stellte ich fest 1 kg Übergepäck zu haben welches 20 € extra bedeuten würde. Ich riskierte dennoch den Schritt Richtung Gepäckaufgabe und das eine Kilo wurde glücklicherweise der noch im Schlaf befindlichen Mitarbeiterin von Ryanair übersehen. Interessant war auch noch der Gang zum Gate da hier auch nochmal das Handgepäck unter Personalaufsicht gewogen werden musste. Als ich 11,3 kg hatte bedeutete es hier kein Durchkommen. Also nahm ich aus dem Handgepäck die zu vielen 1,3 kg um mir weitere 50,00 € zu ersparen und packte diese in meine Segeljacke die ich angezogen getragen hatte. Dies ist der Trick um mit mehr Gewicht bei Ryanair alles unter zu bekommen. Hier gibt es übrigens Interessante Videos in „Youtube“ wie man so viel Gepäck wie möglich bei Ryanair legal ohne Zusatzkosten die Richtlinien umgehen kann. Wie man sieht war es dann doch möglich und ich konnte nach einem letzten Burger und ein paar Pommes Manfred und meine Mutter verabschieden. Pünktlich startete die Maschine FR 5222 von Hahn in Richtung Sonne und Meer nach Teneriffa und wir landeten überpünktlich um 16:30 am Airport Teneriffa-Süd. Nach der Gepäckausgabe erwartete mich Michael, mein Bootseigner bereits am Ausgang in Shorts und Flip-Flops. Ich erahnte schon welche Temperaturen mich erwarten würden. Und eher ich mich umsah kamen die ersten Schweißperlen mit der dicken Segeljacke auf die Stirn. Das Gepäck ins Taxi verfrachtet fuhren wir zur nahegelegen San Miguel Marina mit Blick auf den höchste Vulkan der Kanarischen Inseln, der Teide mit 3700 m ü. M. Angekommen an der Nieves II, einer Bavaria 42 BJ. 2001 bezog ich meine Kabine und genoss bei einem spanischen San Miguel „Welcome-Bier“ erst mal die Aussicht. Realisiert konnte ich das alles jedoch noch nicht. Erst nach ein paar Tagen gewöhnte ich mich an die Umgebung und mein zuhause für die nächsten Wochen auf der Nieves II. Einen Tag später nach meiner Ankunft kam auch bereits Adrian an Bord der auch als Mitsegler den Atlantik überqueren möchte um am 24.12 auf Grenada den Bund der Ehe einzugehen. Zeitlich sollte es bei einer durchschnittlichen Atlantiküberquerung von 18 Tagen für die Länge unseren Bootes  kein Problem und machbar sein. Selbst wenn der Passatwind nicht so stabil sein sollte, dauert eine Überfahrt normal nicht länger als 25 Tage. Nachdem wir uns alle etwas aneinander als Crew gewöhnt hatten, sind wir recht zügig zur Planung und restlichen Feinarbeiten gekommen. So haben wir an zwei Tagen die Neoprenanzüge angezogen und kratzen den Muschel- und Algenbewuchs vom Unterschiff. Bei einer nicht so einfachen Arbeit im schmutzigen Hafenbecken nahmen wir jedoch die Arbeit recht locker und hatten unseren Spaß mit kleinen Scampi und kleinen Fischschwärmen für die es ein Festessen wurde. Zum Schluss stand nur noch der Groß-Einkauf der nicht verderblichen Lebensmittel an und wir füllten das Boot bis auf den letzten Winkel mit drei großen Einkaufswägen. Besonders an trinkbarem Wasser durfte es nicht fehlen und wir planten den Einkauf mit 25 Tage Vorrat. Ein paar leckere Sachen u.a. eine 7 kg Serano-Schicken gönnten wir uns dann doch und es ging am Dienstag, 20.11 gegen 15:15 los. Uns standen nun 2700 Seemeilen von Teneriffa bis Grenada in der Karibik bevor und keiner von uns hatte die geringste Ahnung was uns erwarten würde. Wie lange sich 12 Stunden Tag und 12 Stunden Nacht hinziehen können da die Sonne sich bereits gegen 18:30 verabschiedete. So planten wir einen Nachtschicht-Rhythmus von vier Schichten von 18:00 – 06:00 im 3-Stunden-Wechsel. Derjenige der die 1. Schicht hatte musste noch ein zweites Mal in der 4.Schicht ran, hatte allerdings zwischendurch die Möglichkeit auf 6 Stunden Schlaf. Das Ganze in der Rotation von Nacht zu Nacht. Als wir in die erste Nacht aufgrund des fehlenden Windes motorisieren mussten war es um 02:30 und ca. 60 absolvierten Seemeilen das erst mal soweit bis der Wind sich bei Konstanten 15 Knoten über einen längeren Zeitraum aufkam und ich entschloss den Motor abzuschalten um die Segel zu setzen. Und dann der ersten Schock. Der Motor ließ sich über die gewohnte Zündung nicht mehr abschalten. Nur noch der Notschalter am Motor selber konnte den Motor stoppen. Jedoch wenn der Motor nicht mehr anspringen würde? So waren wir froh nur knappe 10 Seemeilen vom Hafen Puerto de la Restinga auf El Hierro, der letzten Insel der Kanaren entfernt zu sein um das Problem in Ruhe anzusehen und falls nötige Hilfe vom Experten zu holen. Wir beschlossen also die Überfahrt zu unterbrechen und liefen den Hafen sicher an. Am frühen Morgen angekommen informierten wir bereits die Marina über den Vorfall und es stand bei Ankunft bereits einer der netten Marinero‘s bereit. Adrian machte sich mit ihm auf dem Weg ins kleine Hafen-Dörfchen um einen Elektriker zu organisieren und beide wurden durch klopfen an der Haustür an einem kleinen Bauernhäuschen recht schnell fündig. Uns war recht schnell klar das hier nicht jede Menschenseele vorbeikommen würde und wir waren recht schnell Gesprächsthema in der kleinen Hafengemeinde. El Hierro und der nahegelegene Unterwasservulkan der erst 2011 das letzte Mal aktiv das Gebiet für längere Zeit sperren ließ ist für viele anscheinend angsteinjagend. Für uns jedoch ein sehr interessantes Fleckchen der Erde wo noch genausten die Lavalandschaft und dessen Verlauf zu erkennen war. Ein beeindruckendes Bild gab uns die kleine Insel wieder und bleibt mit Sicherheit in unvergesslicher Erinnerung. Am nächsten Morgen konnte es endlich bei 6-7 Beaufort hoffentlich jetzt ohne weitere Vorkommnisse weitergehen. Kurz nach Verlassen des Hafens setzen wir die Segeln und wir segelten bei ordentlichen 6 Knoten in den Atlantik. Die Freunde des Windes war allerdings nur von kurzer Dauer denn nach 2 Stunden flaute der Wind ab und wir schmissen erneut den 37 kW starken Volvo-Panta Motor an. Bis in die Nacht hinein war es uns nicht mehr möglich die Segel zu setzen und keiner ahnte den zweiten Schock…..Michael stellte plötzlich bei seiner Nachtwache fest das die Bordbatterien nicht mehr geladen wurden und der nette Elektriker von El Hierro wohl irgendwas veranlasst haben musste damit die Batterien nicht mehr ladefähig waren. Da wir zusätzlich mit Solarpanelen unterwegs waren konnte man diesen Zustand am Tage leider noch nicht feststellen. Wir hätten somit noch gute 2600 Seemeilen vor uns und die Sicherheit wäre äußerst gefährdet. Wir entschlossen uns deshalb nach bereits 150 Seemeilen die Rückkehr nach Teneriffa und liefen am nächsten Tag enttäuscht im Hafen San Miguel wieder ein. Gleich aufgefangen von Constantin den wir per Sattelitentelefon informierten und auch unser Bootsnachbar in der Marina war empfing uns gund half beim Anlegemanöver. Natürlich kamen alle anderen Segler im Hafen gleich an und wollten den Vorfall des Abbruchs näher erläutert bekommen. In großer Runde berieten wir über die Ursache des Geschehens und jeder brachte seine Erfahrung in Motor und Elektrik mit ein. Mit gemeinsamer Team-Work konnte dann das Problem des nicht Ladens der Batterien herausgefunden werden. Einer trotz Motorenkurs des Skippers verstecken Sicherung im Wert von 35 Cent brachte dem Törn zum Erliegen und wird einen später erläuterten fünfstelligen Euro-Betrag zur Ausgabe nach sich ziehen. Nachdem sich unsere Enttäuschung etwas gelegt hatte dachte ich mir die Atlantiküberquerung sei bis dato erst mal dahin und ich begann Plan B zu schmieden um die Reise entweder umzugestalten oder mir ein neues Boot zu suchen da Adrian es zeitlich nicht mehr schaffen würde bis zur Hochzeit auf Grenada zu sein.  So entschloss er sich recht schnell zurück nach Stuttgart zu kommen um von dort aus weiter in die Karibik zu fliegen. Für Michael, der ja vor kurzen erst am 11.11 Vater geworden ist sehnte sich nach seinem Kleinen und kam auch recht schnell zu dem Entschluss das Boot zu verlassen um erst mal in die Heimat zurück zu kehren. Da für Michael & Arlett jedoch damit ein Lebenstraum zerschlagen werden würde machte sich beide nochmals Gedanken um doch noch wenigstens einen Teil des Traumes in Erfüllung gehen zu lassen. Für Arlett und der kleine Leonard war es geplant Michael auf Grenada in Empfang zu nehmen. So entschlossen sich beide auch zu einem Plan B das Boot professionell für nicht wenig Geld nach Grenada überführen zu lassen. Für mich somit erneut die schnelle Chance wenn auch anfangs etwas unmotiviert die Reise auf dem geleichen Boot ohne zusätzliche Kosten doch noch fortsetzen zu können. Zudem würde ich Michael auch den Gefallen machen und ein Auge aufs Boot zu werfen sowie würde ich von der Erfahrung und der Routine der Profik-Skipper nur profitieren. Die Theorie sieht wie so oft auch beim Segeln etwas anders aus als die Praxis. Und „learning by doing“ ist auch hier ein weit verbreitet. So kümmerten wir uns recht schnell eine Überführungsfirma an Bord zu bekommen um die Überfahrt zeitnah zu starten. Als wir abends in der Bar der Marina verweilten um ein paar Mails zu checken,  skypte ich seit langem mal wieder mit Thomas, einem Booteigner mit dem ich im Mai diesen Jahres einen Törn um Mallorca machte da ich wusste das er auch Richtung Atlantik unterwegs war. Recht schnell kamen wir aufs Thema Wetter und Passatwinde sowie das ein guter Freund von ihm, Konrad der auf Mallorca lebte Überführungen mache und er vermittelte uns recht schnell. So kam der Vertrag mit ihm bzw. der in Hamburg befindlichen Überführungsfirma zustande und ein Neuansatz der Atlantiküberquerung steht nichts mehr im Wege. So wird sich Nieves II dann doch nochmal den Atlantik nähern und wir starten am Samstag, 01.12. mit der Überquerung erneut. Um nochmal auf die Kosten zurück zu kommen standen durch der ausgefallen Sicherung von 35 Cent die Überführungskosten, unerwarteten Flugbuchungen und zusätzlichen benötigten Hotel Übernachtungen auf Grenada von Michael ein fünfstelliger Euro-Betrag gegenüber. Der Törn wird somit für den Eigner Michael letztendlich zu einem teuren Spaß. Aber zum Schluss wird dann hoffentlich doch alles ein Happy End haben auch wenn ich jetzt mit einer anderen Crew antrete und wir alle auf unterschiedlichen Anreisewegen auf Grenada eintreffen werden. Ein ganz wichtiger Punkt sei nicht zu vergessen. Nach Abbruch unseres Törns hätte uns ein ziemlich starkes Tief aus West bevorgestanden was eine 6-Meter hohe Welle und 7-8 Beaufort nach sich gezogen hätte. Selbst die jährlich stattfindend ARC Rally mit ca. 160 Booten von Gran Canaria nach St. Lucia wurde das zweite Mal nach 27 Jahren um 2 Tage verschoben. So waren wir alle froh im sicheren Hafen zu liegen denn wer weiß was uns auf dem Atlantik noch erwartet hätte. Vielleicht hatte alles seinen Sinn weshalb wir unser Reise nicht hätten weiterführen sollen…….

Frühstücken an Bord der Nieves II Hausarbeit ist angesagt Auch Männer können gut kochen... Auf zum Diesel holen Hmmm lecker Fischsuppe 3.Gänge für 7,90 Das Wichtigste für die Reise - Serano Jamon Nieves II bekommt Kosmetikpflege Die Crew - Nieves II mit Eigner Michi, Adrian und mir Auslaufen aus der Marina San Miguel

Noch 4 Wochen bis zum Abflug …… es wird langsam ernst!

Montag, 15.10.2012

Nachdem nun wieder ein paar Wochen, viele Ereignisse und emotionale Momente vergangen sind habe ich diese Zeit genutzt um mich von vielen lieb gewonnen Dingen die in der Vergangenheit Bestandteil meines Lebens waren nochmal so richtig zu genießen. Erst jetzt ist mir klar geworden welche unvergessliche Zeit und anscheinend außergewöhnlichen Kontakte ich hier knüpfen konnte die ich so bisher nicht realisiert hatte. Heißt aber auch das man sich mit Tränen in den Augen erst mal verabschiedet, man aber weiß, jederzeit „Willkommen“ zu sein. Mir wird von Tag zu Tag mehr klar, dass Vieles, ob Positives oder Negatives in meinen Leben seinen Sinn hatte und es mich zu der Person gemacht hat die ich heute bin. In den letzten Wochen ist mir erst recht bewusst geworden welche Menschen in meinem Leben ein wichtiger Bestandteil geworden sind, egal ob mehrere Kilometer dazwischen liegen, man sich nur alle Monate oder Jahre mal sieht, aber man weiß was von diesen Personen hat und man diese Menschen vertrauen kann. Traurig aber wahr das sich nach Jahren erst die richtigen Freunde herausgristallisieren. Aber auch interessant, Menschen in die Augen schauen zu können und es nur noch nach Neid, Missgunst und des nicht Gönnest riecht!

Zur Vorbereitung meines bevorstehenden Abenteuers konnte ich nun knappe 70% und somit das Wichtigste abschließen. Eine paar Behördengänge und kleinere Termine stehen noch an, aber diese sind zum größten Teil nur noch Formsache.  Den Rest lass ich einfach auf mich zukommen. Wie jeder weiß kommt vieles anders als man denkt. Meinen Arbeitgeber konnte ich zum 31.10 ohne Probleme kündigen und bin dabei auf großes Verständnis, nein sogar Neid gestoßen mit der Option mich wieder zu melden sollte ich wieder nach Deutschland zurückkehren. Dies und alles andere war kein einfacher Schritt da ich ja doch erst mal alles aufgeben werde, aber schön zu erfahren dass alle Türen nach einer evtl. Rückkehr offen stehen. Wie der ein oder andere vielleicht auch weiß sind für mich 12 Jahre IT genug des Guten und die Zukunft wird sich eher in Richtung Organisation oder dem Arbeiten mit Menschen widmen. In welcher Form und mit welchen Mitteln werde ich hoffentlich im Laufe der Reise herausfinden um mich anschließen neuen Herausforderungen zu stellen. Auch wenn ich jederzeit in die IT Branche zurückkehren könnte, wird es schwer werden in einem eintönigen Büro wieder zurück zu kehren. Erfahrungen und Berichte zeigen nach einer ähnlichen Reise / Auszeit dass es einen Menschen sehr, vor allem sozial verändern wird und man viele Dinge mit ganz anderen Augen betrachtet. Gerade wenn man Menschen und Völker begegnet bei denen es ums Überleben geht und es nicht um Autos, iPhone’s, Job oder Geld. Und diese Leute trotzdem glücklich sind, Stress / Hektik ein Fremdwort ist und  es auf die wesentlichen Dinge im Leben ankommt.

Leben aus Kartons

Wer mich kennt weiß das ich immer ein großer Freund der Wies’n, dem Oktoberfest war. Und zum erst mal seit meiner 15ten Wies’n konnte ich das Oktoberfest so richtig mit den mir wichtigen Personen genießen. Angefangen vom Anstich im Augustinerzelt bis zum Ende unter der legendären romantischen Wunderkerzen-Atmosphäre im Hackerzelt bis hin zur Käfers Wiesnschänke hatte ich eine unbeschreiblich geile Zeit. Vor allem die letzte Woche mit meinen Jungs aus dem hohen Norden habe ich München nochmal mit ganz anderen Momenten kennengelernt. Deshalb nochmal ein Danke an euch Jungs, es war mir eine Ehre euch München und die Wies’n unter Einheimischen zu zeigen ;-)

Günter und ich zum Wiesn-Anstich Hamburger Jungs zu Gast Käfers 2012

Aber nun zum bevorstehenden Abenteuer. Nachdem wir auch in etwas nicht so einfachen Gebieten oder auch Piratengebiete segeln werden, konnte ich mir noch einen weiteren Reisepass mit Sondergenehmigung ausstellen lassen was im Falle eines Überfalles von Vorteil sein kann. Aber das hoffen wir jetzt mal nicht und die Vorfreunde steigt nun von Tag zu Tag die Weite des Meeres in Angriff zu nehmen. Vergangenes Wochenende habe ich mich mit Michael, dem Schiffseigner in Goslar/Harz getroffen um alle letzten Details zu besprechen, aber auch sich einander kennen zu lernen. Das Gespräch verlief schon wie in den vorherigen Skype-Telefonaten sehr positiv und wir stellten beide fest im Team gut zusammen zu passen um die Etappe Atlantiküberquerung zu meistern. Als drittes Crew-Mitglied wird noch Adrian aus Stuttgart hinzustoßen da es sich dann doch in Sachen Nachtschichteinteilung etwas einfacher gestalten lässt als mit 2 Crew-Mitgliedern. Nach dem Treffen am 13.11 in Teneriffa werden wir erst mal etwas zusammen ansegeln, die letzte Vorbereitung treffen um dann die ca. 18tägigen Überfahrt in die Karibik anzugehen. Wenn alles nach Plan läuft, wir genügend Passatwind haben sollten wir so um den 08.12.12 Land in Sicht haben um Grenada anzusteuern. Dort hat Michael bereits einen Liegeplatz für 6 Wochen in einer der südlich gelegen Marinas ergattern können um von dort aus schöne Touren nach Trinidad, Tobago und der Nachbarinsel St. Vincents zu starten. Grenada ist mit Tourismus noch nicht so überlaufen und soll wohl einer der schönsten Inseln und Tauchspots der kleinen Antillen sein sodass wir hier eine Menge schönen Ankerbuchten in Angriff nehmen werden. Wem es interessiert der kann hier genauere Informationen über Grenada unter:

www.grenadagrenadines.com

Flagge Grenada Grenada Map Grenada Grenada

einholen. Im Bereich der südlichen kleinen Antillen werden wir uns auch bis ca. 20.12 aufhalten bevor ich erst mal von Bord gehe um mich Insel für Inseln mittels weiteren Mitsegelgelegenheiten in Richtung Puerto Rico und Dom. Republik vorzuarbeiten um letztendlich zum Jahreswechsel in Kuba einzulaufen, notfalls von Santiago de los Caballeros (Dom.Rep.) mittels Propellermaschine nach Havanna überzusetze. In Kuba angekommen geht dann erst mal zu einem guten Bekannten, seiner kubanischen Frau und deren Familie bei der ich mind. 6 Wochen wohnen werde. Da Kuba doch nicht das Kleinste Land ist, möchte ich hier die Gelegenheiten nutzen, mir ein Motorrad leihen um die Insel und die Tauchspots zu erkunden. Einheimische Küche, Land und Leute, kubanische Musik, guter Rum und Zigarren :-) werden den Aufenthalt auf Kuba sicherlich abrunden. Um nicht ganz ohne fremder Sprache auskommen besuche ich seit zwei Wochen einen Spanisch-Kurs um mir die Basics anzueignen. Auf der Atlantiküberfahrt werde ich dann genügend Zeit haben das Vokabular auf einen ausreichenden Stand zu bringen. Als weitere Planung aber noch offen ist die anschließende Weiterreise. Es könnte mich über Costa Rica nach Panama und etwas Backpacker-Reise ziehen oder über Jamaika nach Kolumbien da ich dort eine weitere Möglichkeit einer Unterkunft in Barranquilla an der Nordküste hätte. Zudem dort einer der schönsten Karnevals Mittelamerikas Mitte Februar stattfinden soll. Von dort aus würde es dann über die San Blas Inseln, die angeblich schönsten Inseln in der Karibik Richtung Panama-Kanal gehen wo mich dann Michael wieder an Bord begrüßen wird um durch den Panama-Kanal in Richtung Pazifik zu gelangen. Erstes Ziel werden hier die Galapagos Inseln sein um dann in die Südsee die Marquisen Inseln anzusteuern. Von dort wird uns der Wind über französisch Polynesien, den Cook Inseln, bis zu den Fidschi Inseln treiben um dann auch Australien Ende nächsten Jahres zu erreichen. Dies aber nur mal der grobe Plan. Da ich bis Mitte August australischen Boden betreten habe muss um das Visum zu aktivieren kann es durchaus sein das ich kurzzeitig mal Michaels Boot verlassen muss, mich auf dem Flugweg nach Australien begebe um das Visum zu aktivieren um anschließend wieder zurück zu kehren oder ich einer andere Crew die früher Australien erreichen wird beitreten werde.

Nun rückt die Zeit aber immer näher und ich freue mich riesig auf das bevorstehende Abenteuer :-)

Die Tage sind gezählt...

Mittwoch, 05.09.2012

Die Zeit vergeht schneller wie im Flug und das Tage zählen hat begonnen……

Nun ist mein letzter Blog-Eintrag schon wieder drei Wochen her und mir kommt es vor als sei es gestern gewesen. Was in anderen Worten bedeutet ich lerne schon mal damit umzugehen nicht den ganzen Tag online oder erreichbar zu sein und um mich voll und auf ganz mit der Natur vertraut zu machen. Und obwohl  die letzten Tage / Wochen wie im Flug vergingen standen einige Termine und Erledigungen an die aber ganz ohne Stress und Hektik erledigt werden konnten. In den letzten Wochen hatte ich u.a. weitere mehrstufige Impfungen oder Auffrischungen für Hepatitis A und B, Tollwut und Cholera. Gerade Cholera ist auf Kuba sehr aktuell und aktiv und soll kein lustiges Erscheinungsbild haben.  Aber alles dient schließlich nur zur Vorsorge sollte ich in diesen Gebieten unterwegs sein. Gerade auch die Japanische Enzephalitis von der ich ehrlich gesagt das erste Mal gehört habe ist stark im Vormarsch und wäre eigentlich schon dieses Jahr bei meinem Thailand Aufenthalt sinnvoll gewesen. Kann mich nur noch flüchtig erinnern aber ich traf auf einer Tagestour eine Touristin die sich diese Krankheit im Vietnam eingefangen hatte und wohl eine gute Woche mit hohen Fieber flachgelegen war.

Verbreitung Jap. Enzephantitis

So vergingen nun die letzten Tage. Die Zeit rückt nun immer näher, um genau zu sein sind es mit dem heutigen Tag noch 70 Tage bis zum Abflug. Und was sind schon 70 Tage…..Ein paarmal schlafen und die Zeit ist gekommen. Bis dahin gibt es doch noch einiges an Vorbereitung insbesondere ein paar Anschaffungen zu tun. Aber auch z.B. Dokumente abscannen und in eine digital Form bringen, Übersetzungen, Beantragung von int. Führerschein etc. Ab Mitte September versuche ich mich dann auch der spanischen Sprache etwas mächtig zu werden da ich auf Kuba oder in der Karibik mehr oder weniger gezwungen sein werde mich Händen und Füße mit  Jens und Jany‘s Familie zu kommunizieren. Da mir die Fremdsprache schon immer sehr am Herzen lag wird es DIE Gelegenheit sein zumindest die Basics zu lernen. Somit mache ich mir das Lernen von Vokabeln während der Atlantiküberquerung als erste große Aufgabe. Zeit wird es sicherlich genug geben  ;-)   

Am 13.August 2012 war es dann auch soweit und ich konnte das Work & Travel Visum in Australien erfolgreich beantragen und es liegt mir nun auch schwarz auf weiß vor. Es war sehr interessant zu sehen als ich dieses Visum nun tatsächlich nach Jahre langem Wunsch in den Händen halten konnte. Unbeschreibliche Glücksgefühle machten sich in meinen Gesichtszügen breit. Die Kosten für umgerechnet 241,00 € waren jedoch nicht gerade wenig da das Verhältnis EUR/AUD aktuell nicht für den Euro steht, aber wer kennt sie nicht die täglichen Up- and Downs bei den Devisen. Dafür gibt es in Australien auch wieder australische Dollar die dem Euro gegenüber wieder besser dastehen. Somit gleicht sich das ganze etwas wieder aus.

Nachdem ich dann auch ein paar Tage in Oberfranken verbracht habe und meinen vorerstletzten Geburtstag zusammen mit der Familie feierte, kommen von Tag zu Tag immer mehr interessante Menschen in meinem Leben die sich entweder für das Vorhaben interessieren, gerade zur rechten Zeit am rechten Ort sind oder einfach nur mir in München ein paar interessante Tage in der Natur verbrachten. So kam ich in den Genuss einer super schönen Bergwanderung auf die Bodenscheid mit Tineke aus Belgien die ebenfalls als Backpacker gerade in München unterwegs war. Vorbei an den Josefsthaler Wasserfälle wieder hinab bis zum Schliersee hatten wir eine schöne Bergtour hinter uns mit abschließender Einkehr und warmen Apfelstrudel in Neuhausen. Eine bekannte Gegend in die ich immer gerne reiste aber traurig darüber in den letzten Jahren nicht öfters auf den Gedanken gekommen zu sein unsere Hausberge mehr zu erkunden. Da sieht man mal was man sich im Leben alles vornimmt und wie schnell die Jahre / Jahrzehnte im Leben vergehen.  Deswegen man lebt nur einmal und macht was aus eurem Leben. Zum Abschluss jedoch nochmal für mich eine Bestätigung das Bayern viel von seiner schönen Natur zu bieten hat. Dies und auch andere liebgewonnen Freizeitbeschäftigungen wie Volksfeste, Waldfeste aber auch die Biergartenkultur wird mir schon etwas abgehen aber umso mehr freut man sich aufs nächste kühle Augustiner irgendwo in der großen Welt ;-)

Nach ein paar weiteren Tagen in der Natur kamen wir zum Entschluss an der Isar zu campen. Das auch eine Art Vorbereitung und Erlebnis in Hinblick auf mein künftiges Backpacker leben was durchaus sehr lustige am Lagerfeuer oder beim Outdoor-BBQ sein kann. Nachdem ich 1999/2000 nach München kam, musste ich schmunzeln das ich meine erste Nacht im Zelt in München/Thalkirchen verbracht habe, obwohl es in der Kindheit Gang und Gebe war in der Natur zu übernachten. Nun freue ich mich umso mehr aufs Wildcampen oder Outdoor-Tätigkeiten in Australien oder sonstigen Trekking-Touren auf meiner Reise. Ich konnte  von Tineke gerade im Outdoor Bereich viel lernen was mir sicherlich zur Gute kommen wird und wir hatten eine schöne Zeit. Ein Dank nochmal an Tineke.

Josethaler Wasserfälle Firstalm Bodenscheid Blick auf Tegernsee vom Gipfel Bodenscheid Bergwanderung mit Tineke

Nun gilt aber die ganze Konzentration der weiteren Vorbereitung. Ein paar Verabschiedungen stehen noch an und auch die Wies‘n steht vor der Tür die ich nochmal so richtig genießen aber auch abschließen möchte denn die schönen Wies’n-Zeiten sind eindeutig vorbei. Ähnlich sieht es in Sachen Fußball und FC Bayern aus. Wenn man sich umhört und sieht welche Änderungen in den vergangen Jahren geschehen sind oder das es in Zukunft nicht besser werden wird, komme ich zu den Entschluss die Schönste Zeit in den Jahren 1995-2003 gehabt zu haben und sehr viel erleben konnte. Meine Jahreskarte geht nun an einem für mich sehr wichtig geworden Menschen über. Und dank der neuen modernen Kommunikationsmitteln, Apps oder heute auch SkyGo genannt kann ich trotzdem weltweit die Spiele des FC Bayern live und HD Qualität auf dem iPad verfolgen.

Und zu guter letzt möchte ich noch Michael (siehe Foto) vorstellen, der mir netter weiße die 1.Etappe von Teneriffa in die Karibik ermöglicht. Michaels Lebensgefährtin Arlett schrieb mich vor ein paar Wochen an und fragte nach ob ich nicht Lust hätte Michael bei der Atlantiküberquerung zu begleiten. Nach 1-2 Telefonaten machten wir dann den Törn fix und ich bedanke mich schon jetzt bei Michael und freue mich auf eine erlebnisreiche Fahrt übern Teich. Sein Boot, eine Bavaria ist mit allen modernen und sicherheitsrelevanten Gegenständen ausgestattet, ermöglicht und Tauchgänge und auch eine Hochseeangel für frischen Fisch steht zu Verfügung.  

Unsere Segelyacht zur Atlantiküberquerung Salon der Bavaria Martin und Arlett               

Erster Low-Cost Flug gebucht und bestätigt - Der 1.Schritt in Richtung Realität ist getan

Freitag, 27.07.2012

Es ist nun vollbracht und so langsam wird die Sache ernst. Nachdem jetzt mehr und mehr die Segelangebote eintrudeln, mir nun ein konkretes Angebot zur Atlantik-Überquerung in die Karibik im November und somit die 1.Etappe in meiner Weltumseglung vorliegt, jedoch nur noch 3 Restplätze im Flug FR5552 von Frankfurt/Hahn nach Teneriffa Süd zu Verfügung standen, hab ich nun zugeschlagen :-) Denn von Anfang an möchte ich an der Schiene eines Backpackers auf Low-Cost Basis festhalten und werde bestmöglich versuchen auf jeglichen nicht sicherheitsrelevanten Luxus zu verzichten. Vielleicht bei dem ein oder anderen Gegenstand wenn es vielleicht eines Tages ums Überleben im Dschungel mit wilden Tieren oder vielleicht jagenden Urvölkern oder Clans geben sollte, möchte ich dann noch nicht verzichten ;-) Aber soweit sind wir ja noch nicht und noch bewege ich mich auf zivilisierten Boden. Trotzdem aber mal Interessant zu wissen wenn man einem Menschen gegenübersteht, er dich anschaut als wärst du vom Mond und gewisse Gegenstände im Leben noch nicht zu Gesicht bekommen hat. Alleine der Gedanke daran lässt mich gerade Gänsehaut verspüren dessen Kulturen sehr zu respektieren. Es wird sehr schön werden zu sehen  wie mit Stolz die Tradition, die Sitten dieser Völker praktiziert wird und es nicht um materialistische Dinge wie Auto, Geld und Reichtum an den Tagesordnungspunkten stehen.

Menschen die es bereits vorgemacht haben + Feuerstarter Gelbfieberimpfung Segelrouten der Welt - Lexikon Aktuelle Zimmerflagge - Schon mal zum eingewöhnen ...

Nach einem kurzen Trip jetzt am kommenden Wochenende wieder mal auf meine geliebte Insel Mallorca werde ich mich nun auch dort bei Freunden und Bekannten verabschieden die mich immer nett aufgenommen und beherbergt haben. Es wird eine unvergessene Zeit in meinem Leben bleiben.

Anschließend geht es dann in den nächsten wichtigen Schritt, nämlich die Visumsbeantragungen für Australien und vorerst Kuba die ich mir bis zu meinem 31. Lebensjahr sichern muss um diese letzte eine Chance gerade was Australien mit dem „Work & Travel Visum“ oder bei den Aussis als „Work and Holiday“ bekannt zu beantragen. Eine spätere Art dieses Visums wäre dann nur noch in Kanada möglich, jedoch Länder wie Neuseeland, Australien oder auch Japan wären zumindest nach dem aktuellen Gesetz nicht mehr möglich.

Bald geht die Reise los, nach ??? auch ohne Geld, wenn es sein muss mit dem Floß ...

Freitag, 13.07.2012

Hallo Freunde des Abenteuers, Reiseliebhaber, Aussteiger und interessierte Besucher. Dies ist der erste Eintrag in meinem Blog in dem in zukünftige über meine Erlebnisse in den nächsten Monaten, vielleicht Jahre im Ausland berichten werde.

Der Wunsch, der Traum, das nächste Ziel rückt nun immer näher und die Tage werden immer weniger bis mein langersehnter Wunsch in Erfüllung geht. Viele Monate und Jahre habe ich daraufhin gearbeitet, auch wenn es nicht immer einfach oder vielleicht die Zeit einfach noch nicht reif genug war. Aber wer mich kennt, vielleicht die Postings in Facebook verfolgt hat, der konnte schon erahnen das es bei mir nicht mehr lange dauern wird bis ich erst mal "Good Bye Germany" sage. Ich kam damals aus meiner Heimat Kronach über den Umweg Würzburg nach München, die damalige Liebe, die Leidenschaft zum FC Bayern und neue Menschen, eine neue Herausforderung und ein neuer Job zog mich hierher und hat mir eine wundervolle schöne ereignisreiche Zeit beschert. Es war eine tolle Zeit in der ich viele nette Leute kennenlernen durfte. Aber auch viele Erfahrungen, sowohl Positive als auch Negative gesammelt habe. Dies und noch vielmehr haben meine Lebenserfahrung um eine Vielzahl bereichert. In den letzten Monaten hab ich nun gemerkt mein Leben schreit nach Veränderung. Der Wunsch nach etwas Neuem wurde immer größer oder quält mich schon seit längerer Zeit. Es war für mich klar die Zeit wird kommen und nun ist es bald soweit, „pack mer’s an“ wie man es so schön sagt ;-)

Seit Jahren rede ich von Australien, der große Traum eines Landes, nein eines eigenen Kontinents welcher sehr viel zu bieten hat. Ob neue Kulturen, Flora, Fauna, die Natur, die Menschen, aber auch nicht zu vergessen die gefährlichsten Tiere der Welt! Eine Herausforderung bei dem viele von uns jetzt schon in Panik geraten wenn sie daran denken eine Spinne beim Lagerfeuer guten Abend sagen zu müssen oder man nicht auf einen Stock tritt, sondern sich der Stock in eine zischende giftige Schlage verwandelt. Aber nicht nur diese Dinge, sondern auch eine völlig neue Lebensgefühl und viele kulturschockende Eindrücke werden mich erwarten denen ich schon lange entgegenfiere.

Während der letzten beiden Jahre kam ich in den Genuss die Natur, die Freiheit, und das Rauschen der Meereswellen in einer ganz anderen Art kennenzulernen. Mit dem Segeln haben sich bei mir völlig neue Wege und neue Gedanken entwickelt was dazu führte das ich innerhalb nur kurzer Zeit das Segeln zu meiner neuen Leidenschaft machen ließ. Ich fing an eine völlig neue Art der Sprache, die Seemannssprache zu lernen, mich an Begriffe wie Rigg, Backbord/Steuerbord oder Knoten anstatt km/h zu gewöhnen und konnte nun Anfang des Jahres den ersten Yachten-Schein erwerben. Als ehemalige Landratte nicht immer einfach, aber nach mehr und mehr Praxis/Erfahrung oder Seemeilen auf der Segelyacht wurde vieles von Mal zu Mal einfacher und verständlicher. Und gerade mit dem Segeln bin ich an einem Punkt angekommen wo sich nun zwei meiner Leidenschaften zusammen mit dem Reisen sehr gut kombinieren lassen. Meine Gedanken spielten sich seit geraumer Zeit nicht darum NACH Australien zu reisen, nein….vielmehr die Frage WIE ich nach Australien gelange. Denn warum nicht nach „Down Under“ segeln wenn sich die Möglichkeit ergäbe? Und genau damit schnürte ich mein Abenteuer, meine Reise. Ich informierte mich und habe in den letzten Wochen viele neue Leute in der Segelgemeinschaft kennengelernt, bin auf Ideen gestoßen und habe viel rechachiert um das Vorhaben zu verwirklichen. Um mich auf die spannende Reise zu begeben werde ich nun Ende des Jahres mit der Atlantiküberquerung von Europa, sehr wahrscheinlich von den kanarischen Inseln in die Karibik meine angehende Weltumseglung entlang der Barfußroute starten. Das Wort Barfußroute kommt davon da man immer in warmen Regionen unterwegs ist, quasi Barfuß segeln kann. Der Plan ist in den Monaten Dezember 2012 - Februar/März 2013 in der Karibik zu verweilen, einen Freund und seine Familie für einen Monat auf Kuba zu besuchen, Länder zu bereisen, Kulturen kennen zu lernen, evtl. Kinder-Hilfsprojekt zu besuchen um letztendlich nach der südpazifischen Hurrikan Saison ab ca. März‘13 durch den Panama-Kanal in die Südsee vorzudringen um mich Schritt für Schritt nach Australien vorzuarbeiten. Länder wie franz. Polynesien, die Cook Inseln, Fiji Inseln oder die Urvölker Papua-Neuguinea könnten auf dem Programm stehen. Es werden von Europa aus ca.12.000 sm (Seemeilen) sein wo es wochenlang nichts als Wasser und hohe Wellen zu sehen gibt Das entspricht ca. 23.000 km auf dem Wasser. In Australien angekommen werde ich mich auf den Niveau eines Backpackers begeben und werde mittels Work & Travel Visum welches ich gerade noch auf dem letzten Drücker vor meinem 31. Geburtstag beantragen konnte im Low-Cost-Format in der Natur reisen und übernachten bez. meine Reisekasse im Segel- und Tauchbusiness am Great Barrier Reef aufbessern. Geplant ist auch einen alten VW-Bus aus den 70er Jahren, der Hippiezeit zu erwerben und mit einer zeitgerechten Malerei zu versehen. Und das Schöne an der ganzen Sache, ich kann heute nicht sagen was Morgen ist  und freue mich auf eine herausfordernde, spannende Zukunft :-)  

Zu viel möchte ich nun aber auch nicht verraten und wem es interessiert wie die Reise weitergeht, wo ich mich gerade befinde der wird es hier in geraumen Abständen mehr erfahren.....